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Am Dienstag startete unser 3 köpfiges Kanuteam bestehend aus Mendy Swoboda, Renz Philipp und mir (Trummer Erwin) vom Winterhafen Linz, Donauabwärts Richtung Wien. Das Kanu wurde in der Vorwoche noch abgedichtet und reisefertig gemacht.

 

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Die ersten paar Kilometer gingen leicht von der Hand, doch kurz vor dem ersten Kraftwerk (Abwinden-Asten) kam plötzlich ein starker Wind auf, der uns leider große Wellen aufstellte und so die Weiterfahrt erheblich erschwerte. Wir mussten zweimal am Donauufer anlegen und unser Kanu (Betti) ausräumen, entleeren und wieder erneut einräumen. Zirka 10km nach Mauthausen ließ der Wind nach und wir konnten ohne weitere Probleme die Oberösterreich-Niederösterreichische Grenze hinter uns lassen. Am Nachmittag erreichten wir dann das zweite Donaukraftwerk – Wallsee-Mitterkirchen. Der Altarm kam uns ewig vor und wir freuten uns, als wir endlich wieder in die Donauströmung einfahren konnten. Wir ließen die Orte Dornach und Grein hinter uns und entschieden uns, in Struden unsere erste Nacht zu verbringen. Wir fanden eine tolle Donauinsel Namens: „Insel Wörth“ auf der sich auch eine Ruine befindet. Ein wirklich optimaler Platz um zu übernachten wie sich später herausstellte.

Erster Übernachtungsplatz

Mein Übernachtungsplatz

 

 

Insel Wörth - Sicht von der Donau

 

 

Mit einem Tagesziel von 56 Kanukilometern legten wir uns bald schlafen. Zum Glück spielte das Wetter mit und es blieb die ganze Nacht sehr warm. Am nächsten Tag packten wir unsere Sachen und brachen um ca. 8.30 auf. Frisch motiviert erreichten wir noch am Vormittag das dritte Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug.

 

 

 

 

 

Panoramafoto - Donaukraftwerk Ybbs

 

Posen vor dem Kraftwerk Cool

 

Der Stauraum bis zum Kraftwerk hatte es in sich und so freuten wir uns wieder nach dem Kraftwerk auf die Strömung. Nach weiteren 20km entschieden wir uns in Marbach Pause zu machen. Wir waren alle erschöpft und hatten auch kein Wasser mehr im Kanu, also kauften wir in Marbach neuen Proviant. Lange blieben wir nicht, da wir wussten das jeder Kilometer wichtig ist und die Zeit verging.

Kurze Pause bei Marbach an der Donau

Anlegestelle Marbach

 

Nach weiteren 2-3 Stunden erreichten wir das Kraftwerk Melk.

Umsetzanlage Melk

Mannschaftsfoto mit Stift Melk

 

Wir waren sehr froh, da sich unter Melk die Wachau befindet und dort eine sehr starke Strömung herrscht. Wir übersetzten also in Melk und erreichten somit die Wachau. Es wurde eine kurze Pause eingelegt um uns abzukühlen und dann ging es sofort weiter. Die Wachau ist wirklich ein sehr schönes Gebiet und ich kann es nur jeden weiterempfehlen einmal dort die Donau abzupaddeln. Die Wachau ließen wir dann „relativ“ schnell hinter uns und erreichten Dürnstein und anschließend Krems.

Donauströmung in der Wachau

Sich treiben lassen in der Wachau

Wachau

Dürnstein an der Donau

Panoramablick auf die Wachau in Niederösterreich

 

Hier kam wieder Wind auf, der uns die Weiterfahrt erschwerte. Unser Tagesziel war der Donaukilometer 1999 den wir dann auch am frühen Abend erreichten. Wir alle dachten nicht, dass wir wirklich unser Tagesziel von 80km erreichen würden, doch alle trieben wir uns gegenseitig an wenn einem die Puste ausging. Völlig fertig erreichten wir unser Ziel und schlugen unser Nachtlager bei einem Rasttisch auf. Das Wetter wurde zunehmend schlechter und so bauten wir uns einen „wasserdichten“ Unterschlupf. Wir nahmen uns vor, bald schlafen zu gehen, doch aus dem wurde leider nichts. Am Abend plagten uns tausende von Gelsen. Bis zur Morgendämmerung konnten wir keinen Schlaf finden, als wir es dann doch irgendwie schafften, im Schlafsack verkrochen sich vor den Gelsen schützend einzuschlafen, begann es zu regnen und wir wurden wieder weiter wach gehalten. Zum Glück legte sich der Regen bald wieder und wir konnten noch 3-4 Stunden schlafen.

 

 

 

 

Wir standen jedoch bald auf, da wir uns vornahmen am heutigen Tag Wien zu erreichen. Nach der gestrigen Leistung, so dachten wir uns, sollte das möglich sein. Wir bauten also unser Lager ab und setzen uns wieder ins Kanu mit dem Ziel das Kraftwerk Altenwörth so schnell wie möglich zu erreichen. Unser Kollege Renz Philipp sagte schon am Morgen, dass es ihm nicht gut geht und während der Fahrt wurde es immer schlechter. Als uns dann auch noch ein Gewitter überraschte und Platzregen einsetzte entschied er abzubrechen. Er musste sich anschließend auch noch am Wasser übergeben. Wir mobilisierten noch einmal unsere Kräfte um das Kraftwerk so schnell wie möglich zu erreichen. Wir erreichten das Kraftwerk Altenwörth nach einer langen Fahrt im Staubereich.

Umsetzanlage Altenwörth

Philipp Renz am Ende seiner Kräfte

 

 

In der Raststätte „Bärenhütte“, gleich neben dem nie in Betrieb genommenen Kraftwerk Zwentendorf, machten wir eine kurze Pause um Philipp dort abzusetzen. Lange wurde nicht ausgeruht da wir das letzte auf unseren Weg liegende Kraftwerk Greifenstein erreichen wollten. Nun nur mehr mit zwei Mann im Boot ging es weiter. Eine uns unendlich lang vorkommende Fahrt zum Kraftwerk Greifenstein folgte. Wir freuten uns und waren überglücklich als wir das Kraftwerk endlich in Sicht hatten. Ein letztes mal mussten wir überheben und dann folgten noch ca. 15km Richtung Wien.

Letze Umsetzstelle in Greifenstein

 

Um zirka 17.30 erreichten wir Wien und freuten uns das wir das Abenteuer „Kanufahrt nach WIEN“ geschafft hatten. Wir versorgten noch das Kanu uns freuten uns anschließend auf eine warme Dusche und auf ein warmes Abendessen.
Ein wirklich tolles Erlebnis das uns alle riesen Spaß gemacht hat, aber auch anstrengend war und leider nur zwei Leute Wien erreichten. Trotz allem eine gelungene Tour und wer kann schon von sich behaupten 200km in einem Kanu innerhalb von 3 Tagen gepaddelt zu sein und weiteres, alle Brückenpfeiler von Linz bis Wien berührt zu haben.
Weitere Abenteuer mit „Kanu-Betti“ sind geplant.

Sicht auf WIEN!

Angekommen in der Kuchelau - GESCHAFFT!