Am 19. September 2025 war es endlich wieder so weit: Nach fast einem halben Jahrhundert wagte der WSV Ottensheim mit mehreren Booten erneut die legendäre Strecke stromauf nach Passau – ein Ereignis, das nicht nur sportlich, sondern auch emotional ein Höhepunkt war.
Um 7:30 Uhr trafen sich zehn motivierte Ruderinnen und Ruderer beim Bootshaus: Herbert, Berthold, Eveline Janette, Kurt, Ulli, Sebastian, Claudia, Irene und Gerhard. Nach der Einteilung der Mannschaften und dem Wassern der Boote ging es um 8:00 Uhr los – begleitet von leichtem Nebel, der die Donau in mystisches Licht tauchte.
Nach drei Stunden wurde bei der Bootsumtragung eine kurze Rast eingelegt. In Untermühl streifte Herbert die Spiere – zum Glück ohne Schaden. Die Sonne kämpfte sich durch den Nebel, die Stimmung stieg, und in Obermühl gab es ein wohlverdientes Mittagessen.

Am Nachmittag glitten die Boote durch die beeindruckende Schlögener Schlinge, vorbei an Inzell, bis sie um 17:00 Uhr in Niederranna eintrafen. Einige nutzten die Gelegenheit für ein Bad in der Donau, bevor das Abendessen serviert wurde. Die Nacht war kurz – die nächste Etappe wartete.
Am Samstagmorgen ging es bei idealem Ruderwetter Richtung Engelhartszell. Gerhard übersah einen Steinwurf und fuhr in einen Sporn – mit einer kurzen Rückwärtsfahrt war das Missgeschick behoben. Beim Kraftwerk Jochenstein wurde die Übertragstelle angesteuert und gemeinsam gemeistert.
Die Fahrt führte weiter nach Kasten und Oberinzell, wo das deutsche Ufer erreicht wurde. Die Sonne und zahlreiche Motorboote machten sich bemerkbar – der Schlag wurde kürzer, die Trinkpausen häufiger. Um 14:00 Uhr wurde Passau erreicht. Nach vergeblicher Suche nach einer Anlegestelle ruderte man zum Kanuverein Passau in der Ilz.
Martin tauschte seinen Platz mit Ulli, die am Sonntag verhindert war. Nach einem kleinen Imbiss ging es zurück – die Strömung war spürbar, doch nach 3½ Stunden war Niederranna wieder erreicht.
Der Sonntag begann mit dichtem Nebel – zu gefährlich zum Losrudern. Stattdessen besuchte die Mannschaft Bertholds früheren Arbeitgeber Global Hydro. Nach einem spannenden Firmenrundgang lichtete sich der Nebel, und die Fahrt konnte fortgesetzt werden.
Nach drei Stunden wurde Aschach erreicht, wo eine letzte Stärkung eingenommen wurde. Schließlich ging es zurück nach Ottensheim, wo Kurt die Boote mit Wasserdruck reinigte. Beim abschließenden Gespräch wurde die Fahrt noch einmal Revue passiert – voller Stolz, Geschichten und gemeinsamer Erinnerungen.