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2011

Gleich zu Beginn des Jahres müssen wir Abschied nehmen von der „Grande Dame“ des österreichischen Rudersports: Eva König – Sika stirbt am 24.1.2011 in den Armen ihrer Tochter Renate im 84.Lebensjahr. Sie war eine Vorreiterin im Frauenrudern und gewann in den 50er Jahren 8 Medaillen für Österreich bei Europameisterschaften für Frauen im Einer. In den 1980er Jahren wurde sie Mitglied beim WSV und konnte seither unzählige Male den KM – Vereinspreis gewinnen.  

Das Jahr startet mit einem neuen Vorstand unter Obmann Peter Pollak und auch mit neuen BetreuerInnen bei der Rennmannschaft. Unter Cheftrainer Herbert Edthofer, Trainerin Doris Hartl, Sarah Gebetsberger und Roland Mair kommen neu ins Team: Theresa Stöbich, Juliane Wahlmüller, Oliver Schramböck und Lukas Gebetsberger. Erfolge bleiben nicht aus, in allen Altersklassen können schöne Siege gefeiert werden. 7 Titel werden es wieder bei den Staatsmeisterschaften. Martin Wolf ist nach einer Auszeit wieder mit an Bord und holt sich gleich mit Niki Sigl den Männer 2x sowie mit Niki, Clemens und Bernhard den 4x Meistertitel.

Nach einer schwierigen Saison und dem gescheiterten Versuch, den Quotenplatz für die Olympischen Spiele in London 2012 im LGW 2x zu schaffen, qualifiziert sich Niki Sigl mit seinem Partner Oliver Komaromy (Wiking Linz) für die Europameisterschaft in Plovdiv/BUL und wird dort 11.
Für ein Überraschungsergebnis sorgt Camillo Franek bei seiner ersten U23 – WM in Amsterdam. Er zieht ins Finale im Männer 1x ein und belegt dort den 6.Platz.

Beim Coup de la Jeunesse in OTT erreichen im Juniorinnen 4x Katja Wagner, Helena Redlinger, Mira und Marie Streinbeck den 5.Platz, Veli Celik im Junioren 4x den 7.Platz und Max und Georg Liedauer im Vierer ohne den 6.Platz.
Die Organisation obliegt dem Team rund um Horst Anselm. Dieser wird vom Coup Comitee gemeinsam mit Mag. Wolfgang Wagner und Helga Krenn mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet.

Bei der Gmundner Regatta war der WSV heuer auch bei den Masters vertreten: Meinhard Hausleitner, ein erfolgreicher WSV - Leichtgewichtsruderer der 80er Jahre (siehe Chronik) lebt nun in den USA und hat seinen Familienurlaub mit einem Start im Einer verbunden. Er siegte in seiner Altersklasse und hatte seinen damaligen Konkurrenten wieder zum Gegner: Dr.Raimund Haberl. Im Herbst sorgte Meinhard gemeinsam mit Luggi Sigl beim Head of the River Charles in Boston für 2 zweite Plätze – „WSV goes international “!
 
In der Breitensportabteilung wurden unter Thomas Gebetsberger Anfängerkurse, Einerkurse sowie Techniktrainings durchgeführt, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Eine Mondscheinfahrt fiel in die Zeit der Mondfinsternis – ein unvergessliches Erlebnis für alle TeilnehmerInnen. Am Tag des Rudersports galt es, den Titel der weitesten Fahrt an einem Tag zu verteidigen – dies gelingt wieder durch eine Fahrt nach Krems:
142 km am Stück durch Wolfgang Sigl, Mag.Wolfgang Wagner, Gerhard Hemmelmair, Anthony Thoresson und Bernhard Huber.
Nach einem Jahr Pause nahm ein WSV Team wieder an der Vogalonga in Venedig teil.  „Native speaker“ Ingo Silgoner sorgte für eine perfekte Organisation!

Den „BÜh“ – Preis bekommt heuer Gerhard Hemmelmair für seine langjährige Funktionärstätigkeit.

Am 7.Dezember 2011 feierte des WSV sein 40 - jähriges Bestehen in einem Festakt in der Raiffeisenbank (Organisation: Wolfgang Hartl und Helga Krenn).  Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung und konnten sich von der erfolgreichen Geschichte unseres Vereins überzeugen. Beide Sektionen konnten mehr als 700 nationale Titel erringen. International waren die 4 Weltmeistertitel und 3 Olympiastarts von Luggi Sigl, die Olympiateilnahme von Renate Sigl sowie WM Bronze und das Olympiafinale 1984 durch den Kanuten Wolfgang Hartl die absoluten sportlichen Höhepunkte. Gründungsobmann Egon Anselm erzählte in seinem 100. Lebensjahr, wie es zur Gründung des Vereins kam und Dr. Fridolin Deschka hielt die Festrede. Durch die technische Unterstützung von Mag. Wolfgang Wagner wurde dieser Abend nicht nur ein geselliger und kommunikativer, sondern auch ein multimedialer Genuss.
Im Festjahr 2012 sind weitere Veranstaltungen geplant, u.a. eine Bootstaufe und das traditionelle Peterlfeuer.
Gesamtkilometerleistung: 102.188 km

Rennsportstatistik:
7 Staatsmeistertitel
Nahezu die Hälfte aller zu vergebenen Landesmeistertitel gingen an de WSV – Sieg in der Gesamtwertung und in der Jugendwertung
2. Platz bei der Österreichischen Vereins-Mannschafts-Staatsmeisterschaft

 

Der „engere Vorstand“ von 1971 – 2010

 

Jahre

 

OBMANN

SEKTIONS-LEITER

SEKTIONS-LEITER

Fahrwart

Rennsportwart

KASSIER

      Rudern Paddeln Rudern Rudern ab 2003  
1971 - 1975   Egon Anselm sen. Ing. Rudolf Mair Ernst Steiner Gert Kerschner   Josef Rammer
1975 - 1981   Dr. Wolfgang Sittenberger Gert Kerschner Egon Anselm jun. Gert Kerschner   Günther Neuhold
1981 – 1985   Dr. Rudolf Schachner Günther Augustyn Kurt Mack Gert Kerschner   Klaus Tilzer
1985 – 1987   Dr. Rudolf Schachner Günther Augustyn Egon Anselm jun. Gert Kerschner   Klaus Tilzer
1987 – 1989   Gert Kerschner Günther Augustyn Egon Anselm jun. Horst Anselm   Klaus Tilzer
1989 - 1991   Gert Kerschner Günther Augustyn Egon Anselm jun. Gerhard Hemmelmair   Klaus Tilzer
1991– 1993   Gert Kerschner ab 1992 Egon Anselm jun. Gerhard Hemmelmair   Birgit Augustyn
      Dr. Rudolf Kürner        
1993 – 1995   Gert Kerschner Dr. Rudolf Kürner Egon Anselm jun. Gerhard Hemmelmair   Ernst Mair
1995 – 1997   Egon Anselm jun. Gerhard Hemmelmair Dieter Schlöglmann     Wolfgang Sigl
      ab 1996 Horst Anselm   Gerhard Hemmelmair    
1997 – 1999   Egon Anselm jun. Siegfried Scheuringer Dieter Schlöglmann Gerhard Hemmelmair   Wolfgang Sigl
1999 – 2001   Egon Anselm jun. Siegfried Scheuringer Wolfgang Hartl Gerhard Hemmelmair   Wolfgang Sigl
2001 – 2003   Dr. Wolfgang Schuster Siegfried Scheuringer Albert Madlmayr Gerhard Hemmelmair   Wolfgang Sigl
        ab 2002 Peter Pollak      
2003 - 2006   Siegfried Scheuringer Dr. Karin Schuster Thomas Schmäl Gerhard Hemmelmair Martin Kerschner Wolfgang Sigl
ab 2004     Monika Gebetsberger        
2006 - 2008   Siegfried Scheuringer Gerhard Hemmelmair Gabriele Trummer Josef Hinterdorfer Martin Kerschner Wolfgang Sigl
ab 2007           Horst Anselm  

2009-

 2010

  Siegfried Scheuringer Gerhard Hemmelmair Peter Pollak

Josef Hinterdorfer

 Mag.Wolfgang Wagner

Horst Anselm Wolfgang Sigl

2011 – 2012

 

Peter Pollak

Monika
Gebetsberger
Thomas Gebetsberger

Petra Luckeneder

 

 

Wolfgang Sigl

 

Zum Schluss möchte ich euch noch folgenden Schulaufsatz empfehlen, der für alle "Ruderinsider" und solche, die es noch werden wollen hochinteressant ist.

(aus Jahresbericht WSV 1986)

„Das Rudern ist ein sehr gesunder Sport, weshalb auch sehr viel Nachwuchs kommt. Wenn der Nachwuchs kommt, dann können sie noch nicht, aber sie lernen es im Ruderverein recht schnell.
Es gibt kleine und große Boote, in die großen gehen mehr Ruderer rein, weil mehr Rollsitze drin sind.
Der Steuermann ist immer der mickrigste, aber er hat die größte Schnauze, die meistens noch mit einem Blechrohr verlängert wird. Beim Wettrudern schreit er laut und die Ruderer peitschen die Riemen ins Wasser, dass es nur so schäumt. Das nennt man dann Endspurt. Wer zuerst durchs Ziel kommt, hat gewonnen. Wer als letzter kommt, ist stolz, dass er die anderen vor sich hergetrieben hat.
Wenn einer nicht mehr Wettrudern macht, darf er im Verein tüchtig arbeiten. Arbeit ist immer da, weil viel kaputt geht. Ein neues Rennruder ist nur so lange hart, wie die Rennleute es wollen. Man redet so lange auf sie ein, bis es weich wird. Dann werden neue gekauft.
Ein Wettruderer darf nicht saufen oder rauchen, auch darf er keine Mädels belästigen. Hinterher darf er wieder, auch mit den Mädels, dann wird alles nachgeholt, aber feste.
Mein Vater ist schon 30 Jahre im Ruderverein. Er schimpft immer furchtbar, ob er geht oder kommt. Er geht aber immer wieder hin und bezahlt dafür noch Beitrag, was ich sehr komisch finde.
Wenn ich groß bin, trete ich auch ein. Ich freue mich heute schon, wenn ich dann mit meinem Riemen das Wasser peitsche, dass es nur so schäumt.“

 

 Chronistin Helga Krenn, im August 2006
ergänzt im März 2007, Sept.2008, Juli 2009, April, Juli 2010   Geschichte der Chronik Chronik Stand 2010 wsv.ottensheim.at